Wir wollen keine Millionen, wir wollen essen, heizen, wohnen

Teuerung auf Rekordhöhe – Pensionsanpassung muss JETZT kommen!

Strom kostet um fast 50 Prozent mehr, Gas wurde um 70 Prozent teurer. Brot, Milch, Butter… bei allen Grundnahrungsmitteln steigen die Preise seit Jahresbeginn ununterbrochen an. Ein Ende der Inflation ist nicht in Sicht.  „Das können Österreichs Pensionistinnen und Pensionisten nicht mehr länger finanzieren! Hier droht eine Welle der Verarmung“, betonen Dr. Peter Kostelka, Präsident des Pensionistenverbandes Österreichs und der Landespräsident des PVÖ in Oberösterreich, Konsulent Heinz Hillinger im Rahmen einer PVOÖ Aktionswoche.

„Wenn die Pensionen JETZT um fünf Prozent angepasst werden, würde das einem/r Bezieher*in einer 1.300 Euro-Pension 50 Euro netto im Monat zusätzlich bringen. Das ist jetzt notwendig, dafür setzt sich der Pensionistenverband mit voller Kraft ein!“, so Kostelka und Hillinger unisono. Beide erinnern daran, dass es in Zeiten extremer Teuerung bereits ähnliche Maßnahmen gab. Am Höhepunkt der Ölkrise in den 1970er Jahren (1974 und 1975) erfolgten inflationsgemäße Pensionserhöhungen von rund 10 Prozent. Darüber hinaus gab es in diesen Jahren auch unterjährig zur Jahresmitte zusätzlich 3-prozentige Erhöhungen. 1976 betrug die Pensionserhöhung gar 11,5 Prozent.

„Schwierige Zeiten erfordern besondere Maßnahmen. Hier kann man nicht einfach zusehen und zuwarten“, sind sich die beiden Präsidenten einig und weisen darauf hin, dass auch WIFO-Chef Felbermayr bereits unterjährige Entlastungen gefordert hat. „Die Bevölkerung droht in der Teuerungswelle unterzugehen, während der Finanzminister und die Energieunternehmen Milliarden an Zusatzeinnahmen lukrieren. Die Regierung muss endlich in die Gänge kommen“, betont Landespräsident Hillinger und weiter, „der Pensionistenverband Oberösterreich hat daher eine Aktionswoche gegen die Teuerung ausgerufen. In allen Bezirken treffen sich PVÖ Mitglieder im öffentlichen Raum und zeigen auf, dass die Maßnahmen nicht ausreichen.

PVÖ Bezirksvorsitzende Gertraud Eisterer und Barbara Winkelbauer betonen: „Auch in unseren Ortsgruppen merken wir, dass es für Mitglieder immer schwieriger wird mit der Pension auszukommen. Auch zu unseren Sozialsprechtagen kommen deutlich mehr Menschen als noch vor einem Jahr. Das alles zeigt uns, dass die Einzelmaßnahmen nicht der richtige Weg sind. Wir Pensionistinnen und Pensionisten brauchen und verdienen uns eine Pension, von der wir leben können. Daher muss JETZT eine Pensionserhöhung kommen. Wir wollen keine Millionen, wir wollen essen, heizen, wohnen!“

Und im Hinblick auf die Pensionsverhandlungen im Herbst betonen Gertraud Eisterer und Barbara Winkelbauer: „Der Pensionsanpassungs-Paragraf, der die rückwirkende Abgeltung der Inflation bei den Pensionen zum Inhalt hat, gilt und kann nicht außer Kraft gesetzt werden. Gesetze, die Armut verhindern, die unseren Sozialstaat ausmachen, müssen immer gelten! Auch und gerade in schwierigen Zeiten. Daher braucht es die volle Inflationsanpassung im Herbst und nicht weniger.“